Osterkonzert 2026

Das 53. Osterkonzert der Schwarzwaldkapelle ging am Ostersonntagabend in der vollbesetzten Belchenhalle Münstertal über die Bühne. Es war das erste unter unserem neuen musikalischen Leiter Philip Steffe und stand unter dem Motto "Das starke Geschlecht". Über Jahrhunderte war Komponieren eine Domäne von Männern, während Frauen meist im Hintergrund blieben. Ganz anders beim diesjährigen Osterkonzert, denn es standen nur Werke auf dem Programm, die von Frauen komponiert wurden oder bei denen Frauen im Mittelpunkt stehen.

SWK Osterkonzert 2026

Eröffnet wurde das das Konzert mit »Elegy for Albinoni« von Jan Van der Roost. mit »Elegy for Albinoni« der amerikanischen Komponistin Shelley Hanson. Das Werk ist eine Hommage an den Barockkomponisten Tomaso Albinoni und basiert teilweise auf einigen Takten einer seiner Violinsonaten. Mit der Suite »Il Cinghiale di Bronzo (Das Bronzeschwein)« von Kumiko Tanaka führte Philip Steffe und die Schwarzwaldkapelle die Zuhörer in die Märchenwelt von Hans Christian Andersen und die Gassen von Florenz. Nach »Down by the Salley Gardens«, einem traditionellen irischen Lied, das von Nicole Piunnio für Blasorchester arrangiert wurde, folgte »African Harmony – Songs from Mama Africa« von Johan de Meij und damit das erste Werk im Programm, das nicht von einer Frau stammt. Die Suite basiert auf fünf afrikanischen Folksongs und erinnert an die Sängerin Miriam Makeba, die ihre Botschaft gegen Rassismus, Apartheid und Armut und für Gerechtigkeit und Menschenrechte verbreitete. Sie war wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas und wurde von ihren Landsleuten „Mama Africa“ genannt. Insbesondere das Schlagzeugregister war bei diesem Stück mit vielen rhythmischen Passagen gefordert.

Nach der Pause folgte mit »Paper Cut« ein sehr ungewöhnliches und spannendes Werk der amerikanischen Komponistin Alex Shapiro. Wie der Name erahnen lässt, spielte neben elektronischen Klängen vor allem Papier dabei sowohl optisch als auch akustisch eine tragende Rolle. Das Musical »Evita« von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Libretto) erzählt die Lebensgeschichte der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón. Beginnend mit dem jungen, ehrgeizigen Mädchen zeichnet das Stück Evas Aufstieg zur von den Armen verehrten „Heiligen“ bis zu ihrem frühen Tod nach. Beim Osterkonzert erklang eine Zusammenstellung der mitreißenden und emotionalen Musik aus diesem Musical. Mit »Spirit of the South« der niederländischen Komponistin Suzanne Welters erklang ein beschwingter Marsch zum Abschluss des Konzerts.

Langanhaltender Applaus des Publikums war der Lohn für ein sehr gelungenes Konzert, das mit zwei Zugaben (»Busy Bee« von Suzanne Welters und einem Auszug aus »African Harmony«) zu Ende ging.

Viele weitere Fotos vom Konzert finden Sie in der Galerie. Vielen Dank an den Fotografen Bernhard Pfefferle!

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